Karen Angela Konietzky, Diplom-Psychologin
Karen Angela Konietzky, Diplom-Psychologin: Infos

Infos

Kostenübernahme

Falls Sie dies wünschen, unterstütze ich Sie gerne bei der Klärung, ob Ihre Kasse die Kosten für die Systemische Therapie übernimmt.

Paar- und Familientherapie sowie Coaching sind grundsätzlich keine Leistungen, die die Krankenkasse übernimmt.

Die Systemische Einzeltherapie wird zum jetzigen Zeitpunkt nur in Ausnahmefällen („Einzelfallentscheidung") von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bei privaten Kassen muss man genau nachfragen / in seinem Tarif nachschauen, was übernommen wird. Häufig werden - wie bei den gesetzlichen Kassen auch - nur die sogenannten Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie  übernommen. Manche Heilpraktikertarife decken anteilig die Kosten ab.

Zu den Kassen, die ggf. die Kosten erstatten, gehört die Heilfürsorge Schleswig-Holstein.

Voraussetzungen für die Übernahme der Kosten durch Ihre Krankenkasse sind dann:

  • eine Notwendigkeitsbescheinigung vom Hausarzt/ Neurologen
  • eine Liste, die dokumentiert, bei welchen kassenzugelassenen Therapeuten Sie sich vergeblich um einen Therapieplatz bemüht haben und wie lang die Wartezeit jeweils ist.

Die Kassen in Deutschland übernehmen seit dem letzten Psychotherapeutengesetz in der Regel nur die zwei geschichtlich ältesten Verfahren, die sogenannten Richtlinienverfahren (tiefenpsychologisch orientierte Verfahren/Psychoanalyse und Verhaltenstherapie). Die Systemische Therapie hat ihre Wirksamkeit für bestimmte Störungsbilder inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen (s.u.) und wurde im Dezember 2008 vom wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als Verfahren, das von den Kassen übernommen wird, vorgeschlagen. Bis dies der Fall ist können allerdings noch Jahre vergehen.

Karen Angela Konietzky: in der Praxis

Zur wissenschaftlichen Anerkennung der Systemischen Therapie

Die Systemische Therapie als Einzeltherapie ist in den USA und vielen europäischen Ländern ein staatlich anerkanntes Therapieerfahren. Am 14.12.2008 hat auch in Deutschland der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie die Systemische Therapie wissenschaftlich anerkannt und als Verfahren für die vertiefte Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten empfohlen. Das Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung können Sie auf der Website des Beirates (WBP, siehe Links) einsehen.

Die systemische Therapie erweist sich in der Behandlung affektiver Störungen (z.B. Depression) und psychosomatischer Erkrankungen als effektiv, noch kann jedoch keine Approbation mit diesem Therapieverfahren erreicht werden. Hier ein Auszug:

Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Systemischen Therapie

(...)

10. Anwendung der Systemischen Therapie in der Versorgung

Systemische Therapie wird seit Langem im Kontext stationärer und ambulanter psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlungen sowohl im Erwachsenenbereich, vor allem aber im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und -psychotherapie eingesetzt. Über die heilkundliche Anwendung hinaus spielt die Systemische Therapie auch in verschiedenen anderen psychosozialen Bereichen eine bedeutsame Rolle, insbesondere als Ansatz in Familien- und Erziehungsberatungsstellen.

11. Aus-, Fort- und Weiterbildung

Von den beiden systemischen Fachgesellschaften und den systemischen Aus- und Fort- und Weiterbildungsinstituten liegen curriculare Konzepte vor, nach denen sowohl die theoretischen Grundlagen als auch das praktische therapeutische Vorgehen vermittelt werden.

12. Empfehlung zur Zulassung als Verfahren für die vertiefte Ausbildung

Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie stellt zusammenfassend fest, dass die Systemische Therapie bei Erwachsenen für Behandlungen in folgenden Anwendungsbereichen als wissenschaftlich anerkannt gelten kann: (1) Affektive Störungen, (5) Essstörungen, (7) Psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten, (9) Abhängigkeiten und Missbrauch (Heroinabhängigkeit meist in Kombination mit Methadonbehandlung) sowie (10) Schizophrenie und wahnhafte Störungen.

Damit kann die Systemische Therapie für die geforderte Mindestzahl von fünf der 12 Anwendungsbereiche der Psychotherapie bei Erwachsenen als wissenschaftlich anerkannt gelten und entsprechend als Verfahren für die vertiefte Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten gemäß § 1 Abs. 1 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten empfohlen werden.

(...)

IFS - Therapie mit inneren Anteilen

Was Goethes Faust und Bismarck beklagen (siehe Zitate rechts), hat Dr. Richard Schwartz Anfang der 80er Jahre als Chance für persönliche Entwicklung und Heilung erkannt. Er ist einer der bekanntesten Familientherapeuten der USA, sein Lehrbuch ist momentan das am weitesten verbreitete Standardwerk über Familientherapie an amerikanischen Universitäten.

Richard C. Schwartz hat diese besondere Methode entwickelt, indem er die systemische Sichtweise auf die Innenwelt übertrug und die Multiplizität unserer inneren Anteile als etwas Naturgegebenes respektierte, statt sie als Störung zu sehen. Die Ausdehnung des systemischen Denkens und der Techniken aus der Familientherapie auf die intra-psychische Welt führte zu großen Fortschritten in der Behandlung von Einzelpersonen und Familien.

IFS steht für "Internal Family Systems therapie". Die IFS-Methode hilft Klienten, Kontakt mit ihrer innerpsychischen „Familie" und deren Unterpersönlichkeiten oder„Teilen" aufzunehmen, und sie in eine harmonischere Beziehung zu bringen. Ziel ist es, dass die Klienten wieder mehr Kontakt zu ihrem „Selbst" bekommen: sich selbst mehr spüren und mehr innere Ruhe und Entspanntheit im Alltag erleben. Ein größerer Einfluss auf unbewusst hochkommende Gefühle wird ermöglicht.

Die achtsame, präzise und wertschätzende Vorgehensweise von IFS ist ebenso strukturiert wie flexibel und geht voller Respekt für das Tempo und die Ressourcen der Klienten vor. Wenn auf diese Weise wieder Harmonie und Balance in der inneren Ökologie einer Person entsteht, stellt sich ein Gefühl von Frieden, Klarheit und Zuversicht ein. Und dies führt zu positiven Veränderungen in der Symptomatik und den Beziehungen zu Anderen.

IFS bewirkt eine tiefe Heilung und findet Anwendung bei einer breiten Palette von Problemen und Indikationen: von Essstörungen bis zu den Folgen von sexuellem Missbrauch, von Ehekrisen bis zu Familienpolarisierungen. Insbesondere in der Trauma-Therapie bietet es durch die gute Strukturierung Sicherheit in der Behandlung auch komplex traumatisierter Klienten. Menschen aller Altersstufen und aller Schichten finden leicht Zugang zu diesem einfachen, schlüssigen Modell.

Bismarckstr. 4, 25421 Pinneberg - fon +49 - [0] 4101-778 507 - ed.ykzteinok-sixarp@tkatnok